
Junker, der sich schon vor zwei Jahren für die Kandidatur bereit erklärte, ist damit der letzte der drei Landratskandidaten, der offiziell nominiert wurde. Er tritt am 7. Juni gegen die 51-jährige SPD-Kandidatin Karin Decker und gegen den 37-jährigen Hüseyin Koçak von den Linken an.
In seiner Rede erzählte Junker aus seiner privaten wie beruflichen Vita und verwies von dort jeweils auf seine politischen Ziele, gemäß dem Wahlspruch des von ihm geliebten Philosophen Odo Marquard „Zukunft braucht Herkunft". Obwohl für eine Entwicklung nicht nur die materiellen Voraussetzungen ausschlaggebend seien - wie Junker in seiner eigenen Kindheit erfahren habe -, brauche der Landkreis auch die passenden finanziellen Rahmenbedingungen. „Soziale Ausgaben dürfen nicht dafür sorgen, dass alles andere liegen bleibt", kritisierte der Vater zweier Söhne die Politik des SPD-Landrats Rolf Künne.
Außerdem wolle er dafür sorgen, dass die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen mehr Anerkennung findet. Die Bildung stellte er in den Mittelpunkt seiner politischen Ziele. „Unser Landkreis ist und bleibt Bildungslandkreis", so der hauptamtliche Beigeordnete der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach. Nach der Nominierung Junkers wurden 42 Kandidaten für die Liste im Kreistag gewählt, in dem die CDU „natürlich wieder die Mehrheit anstrebe", wie Vorsitzender Peter Degenhardt ankündigte. (gzi/Archivfoto: view)
Quelle: "DIE RHEINPFALZ", 26.01.2009