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"Die Rheinpfalz", 07.03.2009

Heisser Draht in die Redaktion - Nachgehakt: Grumer appelliert in Sachen Fluglärm an Landstuhler Bürger

„Wir fordern eine Reduzierung der Betriebszeit des Hub­schrauber­landeplatzes auf dem Kirchberg und eine Ver­lagerung sämtlicher militärischer Übungsflüge auf den Übungsplatz Baumholder", sagt Landstuhls Bürger­meister Klaus Grumer (CDU) auf die Beschwerde zweier Landstuhler beim „Heißen Draht in die Kreisredaktion".


Er appelliert an alle Bürger, ihre Kritik auch an den Bund zu richten.

„Die Beschwerden von Otmar Leppla und Reinhard Schiel über nächtlichen Hubschrauber­lärm kann ich voll verstehen", sagt Grumer. Stadt und VG Landstuhl hätten bei der Bundes- und Landesregierung um Unterstützung gebeten. Vor kurzem habe er die Forderungen noch einmal in einem Brief an den Bundes­verteidigungs­minister zum Ausdruck gebracht und auch gegenüber den Amerikaneren wiederholt. Die Nacht­fluggenehmigung gehe auf eine Verfügung des damaligen Verteidigungs­ministers Rudolf Scharping (SPD) zurück.

Eine Nachfrage bei der Luftwaffe in Bonn habe am Donnerstag allerdings ergeben, dass sich nur wenige Menschen aus der Region am Bürger­telefon der Bundeswehr (0800-8620730) wegen der Hubschrauber­flüge beschwerten. „Alle Betroffenen sollten dort anrufen und damit die VG in ihren Bemühungen zur Reduzierung der Hubschrauber­flüge unterstützen", so sein Appell (siehe auch „Kreis kompakt"). (...)

 

Kommentar der "Rheinpfalz" ("Eingekreist")

Falsch reagiert

Hubschrauber-Übungsflüge stören immer. Egal wann und wie lange. Doch die Bürger der Region haben gelernt, mit den Streitkräften zu leben. Sie nehmen Störungen in Kauf, sind allerdings auch nicht unbegrenzt belastbar. Die Forderung des CDU-­Gemeinde­verbands Landstuhl, die Betriebszeiten des Heliports Landstuhl an die der Air Base Ramstein anzugleichen, klingt vernünftig. Dort gibt es nach 22 Uhr keinen regulären Flugbetrieb mehr.

Doch die Genehmigung der Helikopter-­Übungsflüge durch das Bundes­verteidigungs­ministerium sieht nach wie vor Flüge nach 24 Uhr vor - einzig auf Schwebeflüge soll verzichtet werden. Die Landes­regierung hat also nicht mehr erreichen können, dafür muss sie sich Kritik gefallen lassen. Eine von Polemik strotzende Antwort, wie sie das Ministerium nach Landstuhl schickte, ist nicht angebracht.

Bürgermeister Klaus Grumer hat bei unserem „Heißen Draht in die Redaktion" geplagte Bürger ermuntert, sich am Bürgertelefon der Bundeswehr zu beschweren. Gute Idee.

(Charlotte Drewitz)

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