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CDU-Stadtverband, 28.11.2009

CDU Landstuhl stellt Sportvereinen ihr Gesamtkonzept zur Zukunft der Sportsituation im Stadion Rothenborn vor

Der CDU-Vorstand und die CDU-Stadtratsfraktion hat sich in einer eigenen Sitzung nicht nur Gedanken gemacht über Erhalt oder Abriss des Sportheimes, sondern über die gesamte Zukunft der Sportsituation im Stadion Rothenborn. Diese Überlegungen wurden am vergangenen Mittwoch mit den am Rothenborn Sport treibenden Vereinen diskutiert. Der Einladung der CDU waren gefolgt der 2. Vorsitzende des Jugendfördervereins Sickingen 09, Herr Alfred Habelitz und 2 weitere Vertreter. Der Sickingen-Sportclub Landstuhl 03 war vertreten durch den 2. Vorsitzenden Herr Karl-Heinz Koböck, der Turn- und Sportverein 1883 Landstuhl durch seinen Vorsitzenden Herr Uwe Peter und 3 weitere Vertreter.


Der CDU-Vorsitzende Thomas Pletsch und der CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzende Walter Amann erläuterten den Vereinsvertretern ihr Gesamtkonzept, das aus 4 Positionen besteht.

1. Die CDU-Stadtratsfraktion hat bereits einen Antrag auf Errichtung eines Kunstrasenplatzes gestellt. Dieser Antrag wird am kommenden Dienstagabend im Bauauschuss zu beraten sein. Die Maßnahme soll im Haushalt 2010 der Stadt Landstuhl berücksichtigt werden. Mittlerweile spielen 2 Fußballvereine und der Jugendförderverein Fußball auf dem Rasenplatz. Die Dauernutzung eines Rasenplatzes ist jedoch nicht möglich. Der bisherige Hartplatz, der in der Vergangenheit auch schon als Parkplatz genutzt wurde, befindet sich in einem miserablen Zustand, der keine sinnvolle Sanierung mehr möglich macht. Der Bau eines neuen Hartplatzes wird für nicht geeignet erachtet, da er auch nur eingeschränkt nutzbar wäre. Die einzig sinnvolle Alternative stellt daher der Bau eines Kunstrasenplatzes dar, der über alle Jahreszeiten und bei allen Witterungen nutzbar wäre. Die Sportvereine waren sehr angetan von diesem Vorschlag.

2. Die CDU Landstuhl befürwortet ganz klar den kompletten Abriss des alten Sportheimes. Die CDU ist der Auffassung, dass das Gebäude nicht mehr wirtschaftlich befriedigend und kostenmäßig machbar, nutz- oder sanierbar ist. Das Gebäude war bereits in den Endsiebzigerjahren bis auf die Grundmauern abgebrannt, wurde damals auf diesen Mauern wieder aufgebaut. Das Gebäude steht seit mehr als 7 Jahren leer. Wasserrohrbrüche und das undichte Dach haben dafür gesorgt, dass die Außenmauern, das Kellergeschoss und auch die Betonplatte total verfault und vermodert sind. Der Brand letzten Sommer im Kellergeschoss hat weitere statische Probleme bei diesem Gebäude geschaffen. Die Vertreter der Sportvereine sahen den Abriss des alten Gebäudes auch als unabwendbar und einzige Alternative an.

3. Die CDU Landstuhl vertritt die Auffassung, dass anderweitige Nutzungen am Rothenborn nicht sinnvoll und auch nicht notwendig sind. Die CDU Landstuhl wird sich dafür stark machen, dass das Gelände am Rothenborn ausschließlich dem Sport zur Verfügung steht. Auch hier stimmten die Vereinsvertreter der Meinung der CDU zu.

4. Die CDU unterstützt den Neubau eines Sportheimes an derselben Stelle, allerdings nicht in der Größe des bisherigen Gebäudes. Umkleide- und Sanitärtrakt für den Sportbetrieb sind bereits vorhanden, eine eigene Turnhalle wird nicht für erforderlich erachtet. Die CDU sieht es allerdings nicht als Aufgabe der Kommune an ein neues Sportheim zu errichten, denn dies diene vorwiegend den gesellschaftlichen Zwecken der Vereine. Dies stelle außerdem eine freiwillige Leistung dar, die nicht genehmigungsfähig sei. Die CDU bietet aber Unterstützung der Vereine bei der Errichtung des Gebäudes an. Die Stadt könnte hier günstig ein Erbaurecht zur Verfügung stellen und unterstützend bei der Baugenehmigung tätig werden. Voraussetzung dafür sehe die CDU allerdings in dem Faktor, dass allen Sportvereinen eine Nutzung des neuen Sportheims auch ermöglicht werde. Die CDU forderte die 3 Sportvereine auf, sich an einen runden Tisch zu setzen und Lösungsmöglichkeiten zwischen den Vereinen zu suchen. Aus politischer Sicht wären dabei Fusionsgespräche der Vereine natürlich die allerbeste Lösung.

Die Vereine zeigten sich auch hier aufgeschlossen und erklärten, dass auch aus ihrer Sicht die Vereine die Errichtung eines Sportheimes finanziell zu schultern hätten. Es sei ein vorrangiges Anliegen der Vereine hier einen Neubau zu realisieren. Sie sicherten die Aufnahme von Gesprächen zu. Auch der Bitte, ob noch funktionsfähige Gebäudeteile beim Abriss, wie Ziegeln oder Gebälk erhalten werden könnten, zeigte man sich von Seiten der CDU nicht verschlossen.

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