
Das mit Abstand größte Projekt ist der laufende Neubau der Sauna- und Wellnesslandschaft im ehemaligen Allwetterbad: Rund vier Millionen Euro werden hier investiert. Wie berichtet, sind die Firmen zurzeit mit den Abriss im Inneren beschäftigt. „Voraussichtlich im zeitigen Frühjahr sollen die Maurer- und Betonarbeiten beginnen", sagt Grumer. Vorgesehen ist, die Sauna Ende des Jahres in Betrieb zu nehmen: „Da wären wir noch mitten in der Sauna-Hochsaison."
Was den Sommerbetrieb im benachbarten Naturerlebnisbad angeht, müssten die Badegäste keine Belästigungen befürchten, versichert der Bürgermeister: „Das Bad kann trotz der Bauarbeiten für die Sauna uneingeschränkt benutzt werden."
Ab dem kommenden Schuljahr wird mit der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) ein zusätzlicher Schultyp das Angebot in der Schulstadt Landstuhl erweitern und - neben dem Gymnasium - einen weiteren Weg zum Abitur öffnen. „Die Formalien sind erledigt, die Vorarbeiten in den Schulen im vollen Gange", so Grumer. Ende Januar beginnt die Anmeldefrist für die vierzügige IGS, die rund 120 Fünftklässler aufnehmen wird. „Wir haben keinerlei Bedenken, dass wir diese Zahl erreichen. Es werden eher mehr Schüler", vermutet Grumer.
Parallel zur neuen IGS im Schulzentrum werden die bisherige Friedrich-Ebert-Hauptschule und die benachbarte Konrad-Adenauer-Realschule (Karla) zur neuen Realschule plus verschmolzen. Schüler, die zurzeit eine dieser beiden Schulen besuchen, werden bis zum Abschluss an der Realschule plus unterrichtet.
Auch Investitionen in die Gebäude sind geplant: Um die energetische Bilanz zu verbessern, sollen - möglichst mit Mitteln des Bundes - die Sickingensporthalle des Schulzentrums saniert und das Atrium der Realschule überdacht werden. „Dort haben wir hohe Energieverluste", begründet der Bürgermeister diese Maßnahme.
Auch an den Grundschulen ist einiges geplant: Die Turnhalle der Theodor-Heuss-Grundschule in Landstuhl soll saniert werden. Außerdem wird im Laufe des Jahres für rund 65.000 Euro der Zaun erneuert. In der Vergangenheit war es am Schulgelände immer wieder zu Vandalismus gekommen.
Rund 200.000 Euro steuert die Verbandsgemeinde zum Umbau des alten Hauptstuhler Pfarrzentrums in eine Mehrzweckhalle bei. Sie soll der Rotbach-Grundschule - wie mehrfach berichtet - als Sporthalle dienen.
Ferner werde geprüft, inwieweit in Landstuhl der Bau eines kleinen Mehrgenerationenhauses für die Nachmittags- und Ferienbetreuung von Schulkindern auf dem Gelände des Jugendhauses „Spots" über das Bundesprogramm finanziert werden könnte. In den Haushalt von Stadt und VG sollen für das Vorhaben je 50.000 Euro eingestellt werden.
Auf Zuschüsse hofft Grumer auch für die „dringend notwendige Außenisolierung" des Landstuhler Rathauses, für die 80.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden sollen. „Wir haben Feuchtigkeitsschäden im Keller", berichtet der Verwaltungschef. Daher soll die Fassade freigelegt werden - zeitgleich mit dem geplanten Ausbau der unmittelbar am Rathaus vorbeiführenden Lindenstraße (Kosten: 735.000 Euro). „Wenn wir dort ohnehin schon am Buddeln sind, bringt uns das Synergieeffekte."
Was den Straßenausbau betrifft, hat der Stadtchef gute Nachrichten für die vom Fahrzeuglärm geplagten Anwohner der maroden Weiherstraße: Bis zum vollständigen Ausbau der Landesstraße soll ein neuer Fahrbahnbelag die schlimmsten Schäden überdecken und die Belastung der Anlieger mindern. Zugleich werden die Werke marode Kanalschächte sanieren. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden gegeben, weil aufgrund der vielen Risse und Schlaglöcher vorbeifahrende Lkw und Busse die Häuser der Anwohner zum Beben brachten. Nach Auskunft des für die Weiherstraße zuständigen Landesbetriebs Mobilität sollen die Arbeiten in den Sommerferien durchgeführt werden. Geschätzte Bauzeit: drei Wochen.
„Weit fortgeschritten sind dagegen bereits die Arbeiten am Parkplatz Weiherstraße, in den die Stadt mehr als eine halbe Million Euro investiert", sagt Grumer. Die Schulstraße sei weitgehend fertig, ohne dass es zu großen Beschwerden gekommen sei. Als nächstes werde der Ausbau der Neugasse angepackt. Parallel dazu laufe die Umgestaltung der Parkflächen. „Wenn das Wetter mitspielt, werden wir mit dem Projekt bis April fertig." Danach ist die Installation eines Parkleitsystems geplant.
Mit dem Ende des Parkplatzbaus rückt auch wieder der Alte Markt in den Blickpunkt des Interesses: „Die Fraktionen werden sich erneut mit den Forderungen der Bürgerinitiative zur Neugestaltung der Grünanlage auseinandersetzen", sagt Grumer und kündigt an, dass für die weitere Planung 400.000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt werden sollen. Die geänderte Planung müsse dann nochmals der Genehmigungsbehörde vorgelegt werden, erklärt er das Prozedere und verspricht: „Wir werden nach Lösungen suchen, die diesen Standort mit Sicherheit aufwerten werden."
Quelle: "DIE RHEINPFALZ", 21.01.2009