
Schon eine halbe Stunde vor Ihrer erwartenden Ankunft war in der Stadthalle freudige Erwartung zu spüren.Was in der Kreis-CDU Rang und Namen hat war rechtzeitig da: die Verbandsbürgermeister Anja Pfeiffer-Matheis und Klaus Layes, natürlich Ihr Landstuhler Amts Kollege Klaus Grumer als Hausherr, Kurt Lechner vom Europaparlament, der Landrat samt erster Kreis Beigeordneter, Bundes -und Landtagsabgeordnete, diverse Ortsbürgermeister, die Landtagskandidaten, überraschenderweise auch Alexander Ulrich der aus Reichenbach-Steegen kommende Bundestagsabgeordnete der Linkspartei.
Eine kleine Gruppe von Linkspartei -Anhängern schwenkt vor den Toren Ihr Fähnchen, ihr gegenüber eine Schar Atomkraft-Gegner, die später dann drinnen ein Transparent entrollen.
Obwohl die Temperatur den Gefrierpunkt erreicht hat, warten zahlreiche Schaulustige auf die Ankunft der Kanzlerin. Sie könnten auch reingehen aber offenbar wollen Sie lieber schauen als horchen. „Der Hubschrauber müsste von da kommen“, sagt einer und blickt gen Himmel.
Doch Angela Merkel fährt in schwarzer Limousine vor -aus Landau kommend, wo sie bereits am Nachmittag eine Wahlkampfauftritt absolviert hat.
Als Sie ankommt ist die Stadthalle von annähernd 1000 Menschen bevölkert, unter Ihnen ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und extrem vielen jener Sicherheitskräfte, die allein wegen Ihrer Unauffälligkeit sofort auffallen.
Der Nachwuchs von der JU trägt orangefarbene T-Shirts mit dem Konterfei des CDU-Kreisvorsitzenden Markus Klein , der im Wahlkreis 45 für den Landtag kandidiert. Jetzt werden die Sicherheitsleute unruhig. CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Schwartz schreitet hurtig aber bedeutungsvoll durch die Zuschauer, die auf Hinweis der Saalordner eine Gasse bilden. Aus dem Lautsprecher singt Mick Jagger „Start me up“.
Vom Rednerpult aus spricht Markus Klein seine Begrüßungsworte, nachdem draußen gerade eben noch ein paar Trillerpfeifen zu vernehmen waren. Klein sagt: „Nach 20 Jahren ist es allerhöchste Zeit das Rheinland-Pfalz zum Aufsteiger Land wird.“ Dann erklimmt Spitzenkandidatin Julia Klöckner die Bühne der Stadthalle. Am 27 März wenn der neue rheinlandpfälzische Landtag gewählt wird falle die Entscheidung „zwischen Vergangenheit und Zukunft“, ruft sie von Beifall umtost. Und „Nach diesem Winter hätte man alle Straßen instandsetzen können mit den Millionen, die am Nürburgring versenkt worden sind.“ Vom Nürburgring spricht auch Angela Merkel, immer wieder unterbrochen von heftigem Applaus und unter den Blitzlichtern dutzender Handykameras.Selbst das Servicepersonal im Foyer, das durch die Entfernung der Trennwand den Saal erweitert, lauscht aufmerksam.
„Wo die CDU regiert, geht es den Menschen gut“, verheißt die Kanzlerin. Sie spricht über Integration und Chancengleichheit: „Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Es geht nicht darum alle gleich zu machen sondern alle die gleichen Chancen zu geben.“ Leistungsbereitschaft mache die notwendige Solidarität mit Schwächeren erst möglich. Nach 40 Minuten sagt sie: „Wir können den Wandel schaffen. Er wird Rheinland-Pfalz gut tun. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.“ Fertig,gemeinsam gesungene Nationalhymne, raus zum Seiteneingang.
Quelle: "DIE RHEINPFALZ", 22.02.2011